Die Hochwasserrückhaltebecken werden gebaut

 

Nun wurden (wiederum mit Hilfe hoher staatlicher Zuschüsse) zunächst die Überschwemmungsflächen entlang der Sechta aufgekauft. Überhaupt möglich wurde dies nur aufgrund der laufenden Flurbereinigungsverfahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann wurden zwischen Tannhausen und Unterschneidheim entlang der Sechta vier Regenrückhaltebecken angelegt und ein weiteres am Aalbach (einem Zulauf der Sechta), zwischen Unterschneidheim und Zöbingen. Dazu war der Bau von fünf starken Dämmen notwendig, die eine mechanische Einrichtung erhielten, mit der der Wasserabfluss reguliert werden konnte. Wenn die Becken voll sind, erfolgt ein geordneter Überlauf.

 

Den Damm am Aalbach bildete der vorhandene Straßenkörper der L2223.

 

Diese Rückhaltebecken wurden zwischen 1995 und 1998 hergestellt.

 

Schon diese Maßnahmen brachten eine deutliche Entlastung für die unterliegenden Gemeinden und Städte.

Angenehmer Nebeneffekt war, dass das zum Dammbau benötigte, lehmhaltige Material an geeigneter Stelle entnommen wurde und so ein 2 ha großer Badesee oberhalb von Unterschneidheim geschaffen wurde.

 

Anschließend baute man ein Regenrückhaltebecken am Kerkinger Moosgraben und eines am Aufhausener Schenkenbach, um auch diese beiden Ortschaften vor Hochwasser zu schützen.    

2001 entstand als letztes das größte Regenrückhaltebecken zwischen Kerkingen und Oberdorf, mit einer Einstaufläche von 49 ha und einem Fassungsvermögen von 569.000 m³, was annähernd dem der anderen Becken zusammengenommen entspricht.

 

Damit hatte man endlich wieder einen wirksamen Hochwasserschutz erreicht.

 

Als Ausgleich für die neuerlichen Eingriffe in die Natur durch den Bau der Hochwasserrückhaltedämme war zunächst nur folgendes geplant:

 

•      zusätzlicher Kauf von 17,2 ha Einstaufläche,

•      Kauf von 10 ha für die Zuteilung als Gewässerrandstreifen,

•      Kauf der 2 ha großen Dammfläche,

•      punktuelle Bepflanzungen,

•      Anlage einzelner Stillgewässer (Geschwemmselsee),

•      Aufweitungen und Böschungsabflachungen an der Sechta

 

Aber in 15 Jahren Planung und Bau änderte sich viel im Ländle. So auch die Ansichten zu den geplanten Ausgleichsmaßnahmen. Es wurde ein größeres Projekt angedacht, neue Pläne geschmiedet und die Gelder hierfür bereitgestellt. Stichwort: ProSeKKO


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