Die Sechtarenaturierung

 

Aus alten Karten von 1826 und mit Hilfe von Luftaufnahmenwurde versucht, den ehemaligen Verlauf der Sechta vor der Begradigung wiedernachzuvollziehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Bauabschnitt zwischen Itzlingen und Einmündung Edelbach

 

Zunächst wurde mit dem Bagger ein mäandrierender Graben dortangelegt, wo man die "alte" Sechta vermutete.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann wurde das begradigte Bett zugeschüttet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am naheliegenden Edelbach wurden ca. 30 Bäume gefällt. Zusammen mit etlichen Wurzelstöcken wurden sie als Totholz in das neue Bachbett eingebunden.

 

Diese Hindernisse bewirken unterschiedliche Strömungsverhältnisse und schaffen schnellfließendes Wasser, langsamere Rückströmungen und stehende Bereiche. Hier können sich die unterschiedlichen Lebensformen im und am Bach entwickeln und einen Lebensraum erhalten. An den neu geschaffenen, scharfen Kurven wurden mit Baggern starke Weidenäste in den Boden gedrückt, die dort anwachsen sollen. Hieraus können sich Kopfweiden und Weidenbäume entwickeln, die die Ufer in Form halten und deren ausgespülte Wurzeln einmal als Unterschlupf und Lebensraum für viele aquatische Lebensformen dienen werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit der Einbringung von Totholz erhält der schlichte Graben Struktur und das Wasser kann arbeiten. Schon nach dem ersten Hochwasser sieht man unterspülte Ränder, die nach und nach abbrechen. Die Sechta gestaltet sich wieder ihr eigenes Bett.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der neu angelegte mäandrierende Graben hat ein sehr schmales Profil. Dadurch kann das Wasser seine natürlichen Kräfte gut einsetzen und sich ein eigenes Bett anlegen. Durch das Einbringen von Baumstämmen und starken Ästen wird die modulierende Kraft des Wassers noch unterstützt.

 

Die Sohle des neu geschaffenen Bachbetts ist ca. 1,00 m bis1,50 höher als das alte Bett. Die Sohle wurde also deutlich angehoben, was insgesamt auch wieder den Grundwasserspiegel anheben wird. Das Problem, welches die zahlreichen Entwässerungsgräben und Drainagen mit sich bringen, kann jedoch so leicht nicht wieder gelöst werden.


 

2. Bauabschnitt zwischen Brücke Edelmühle und Rückhaltedamm Oberdorf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem ca. die Hälfte der Baggerarbeiten ausgeführt waren – es handelte sich um die Strecke zwischen Brücke Itzlingen und Brücke Edelmühle – wollte man wissen, ob es eventuell im unteren Bereich zwischen Brücke Edelmühle und Hochwasserdamm Oberdorf Muscheln geben könnte, die vom Aussterben bedroht sind.  


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   Copyright by Jürgen Gunst

 

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